Eilmeldung

Eilmeldung

Fukushima: GAU weiter möglich

Sie lesen gerade:

Fukushima: GAU weiter möglich

Schriftgrösse Aa Aa

Ob die Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima noch verhindert werden kann ist weiterhin offen. Erschwert wurden die Arbeiten an diesem Samstag durch heftige Nachbeben.
 
Solange die Stromversorgung – und damit das Kühlsystem – nicht wieder funktioniert, werden die beschädigten Reaktoren weiter mit Wasser besprüht, um wenigstens ein Minimum an Kühlung sicher zu stellen.
 
Den Einsatzkräften gelang es unterdessen, Kabel zu den überhitzten Reaktorblöcke zu legen. Noch aber fließt noch kein Strom, das Explosionsrisiko muss noch weiter geprüft werden.
 
Auch die japanische Regierung stuft den Unfall und damit die Bedrohung nun höher ein als in den vergangenen Tagen.
 
Regierungssprecher Yukio Edano musste eingestehen, dass die Radioaktivität von Lebensmitteln in den Gegenden um das Atomkraftwerk zunimmt: Vor allem über verstrahlten Spinat und hochbelastete Milch gebe es Berichte.
 
Das japanische Gesundheitsministerium verbot daraufhin den Verkauf von Lebensmitteln aus der Provinz Fukushima. Eine akute Gesundheitsgefährdung – so hieß es – sei aber derzeit nicht zu erwarten. Auch im Trinkwasser der 35-Millionen-Metropole Tokio sowie Fukushimas Nachbarpräfektur Gunma seien Spuren von radioaktivem Jod entdeck worden.
 
Gleichzeitig versucht die Regierung mit Erfolgsmeldungen Mut zu machen: Am hochgefährlichen Reaktor 3 – in dem auch Plutonium lagert – sei eine Verbesserung zu beobachten.
 
Einen gescheitereten Versucht von Regierungschef Naoto Kan, gemeinsam mit der Opposition eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden, werteten Beobachter aber als Zeichen der Panik.