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Militärschlag in Libyen: der Plan


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Militärschlag in Libyen: der Plan

Französische Kampfflugzeuge haben bereits mit Aufklärungsflügen über Libyen begonnen. Medienberichten zufolge sei auch Bengasi dabei überflogen worden.

Die Vorbereitungen für den Militärschlag laufen seit Wochen auf Hochtouren: Als Stützpunkte für den Militäreinsatz bieten sich zunächst die Nato-Flugplätze auf Korsika und Kreta an. Von der griechischen Mittelmeerinsel beträgt die Flugzeit nach Libyen knapp 20 Minuten. Auch Spanien, Italien, Zypern und die Türkei boten die Nutzung ihrer Militärbasen an.

Kein Geheimniss ist auch, dass ein Kampfeinsatz ungewollte Kollateralschäden verursachen kann. Michael O’Hanlon, vom Washingtoner Thinktank Brookings Institution, verweist vor allem auf die Gefahr, dass Gaddafi Menschen an möglichen Zielen postiert, um sie als Schutzschild zu missbrauchen.

Auch die potentiellen Ziele des Militärschlags der anti-Gaddafi-Koalition stehen fest: Das sind vor allem die Stützpunkte der libyschen Luftwaffe, aber auch sie Stellungen der offiziellen Armee in der Nähe der Hochburgen der Aufständischen sowie die Häfen der libyschen Marine.

Nach der vom Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution gibt es nicht nur ein Flugverbot über dem nordafrikanischen Land, um die Zivilisten vor der Luftwaffe Gaddafis zu schützen. Erlaubt ist militärisch fast alles. Ausdrücklich ausgeschlossen ist aber der Einsatz von Bodentruppen.

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