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Rebellen: "Gaddafi-Truppen aus Bengasi vertrieben"

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Rebellen: "Gaddafi-Truppen aus Bengasi vertrieben"

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Im Kampf um die libysche Rebellenhochburg Bengasi haben die Rebellen nach Angaben des ihnen nahestehenden Anwalts Nasr al-Kikili eine Offensive der Gaddafi-treuen Truppen zurückgeschlagen und sie aus dem Osten der Stadt vertrieben.
 
Dabei sei eines ihrer Kampfflugzeuge abschossen worden.
 
Trotz einer am Vortag verkündeten Waffenruhe hatten die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi Bengasi angegriffen. Dabei wurden nach Medienberichten Bodentruppen und Kampfflugzeuge eingesetzt. Schweres Artilleriefeuer sei auf Wohngebiete niedergegangen.
 
Laut Al Jazeera wurden im Jala Krankenhaus bisher 26 Tote und mehr als 40 Verletzte gezählt.
 
Gaddafis Streitkräfte waren nach der Waffenstillstandserklärung des Regimes aus mehr als 100 Kilometern Entfernung kommend auf Bengasi vorgerückt.
 
In der Stadt hatten die Rebellen den Straßenkampf vorbereitet, mit Barrikaden aus Möbeln, Verkehrszeichen oder Parkbänken. Hunderte Familien machten sich in Autos auf in Richtung Osten, zu ägyptischen Grenze.
 
Die Regierung in Tripolis stritt inzwischen ab, die Stadt überhaupt angegriffen zu haben. Die Truppen am Rand von Bengasi hätten nach Attacken der Rebellen “in Selbstverteidigung” gehandelt, heißt es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur Jana. 
 
Der UN-Weltsicherheitsrat hatte in der Nacht zum Freitag ein Flugverbot über Libyen beschlossen und militärische Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung erlaubt.