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Verfassungsvotum in Ägypten - neuer Wein im alten Schlauch ?

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Verfassungsvotum in Ägypten - neuer Wein im alten Schlauch ?

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Ägypten stimmt ab, ob seine Verfassung geändert werden soll.

Beim ersten Urnengang seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak sind rund 45 Millionen Ägypter aufgerufen, über elf Änderungen an neun Artikeln der bisherigen Verfassung zu entscheiden.

Prominente Meinungsführer wie Mohammed el-Baradei, der frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde und Friedensnobelpreisträger, oder Amr Mussa, der Chef der Arabischen Liga, lehnen die Vorschläge ab.

Mussa ist gegen die Beibehaltung der alten Verfassung. Sie gewähre, selbst geändert, eine zu große Machtfülle für den Präsidenten.

Auch Baradei will, dass eine komplett neue Verfassung ausgearbeitet wird.

Seit Mubaraks erzwungenem Abgang Anfang Februar hat Ägypten eine Militärregierung.

Die geplanten Verfassungsänderungen sollen in einigen Monaten freie und demokratische Wahlen ermöglichen. Unter anderem geht es um

einen leichteren Zugang zur Präsidentschaftskandidatur, die

Beschränkung der Amtszeit des Präsidenten und eine richterliche Aufsicht bei künftigen Wahlen.

Mit Ergebnissen wird frühestens am Sonntag gerechnet.