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Arabische Liga kritisiert alliierten Militäreinsatz

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Arabische Liga kritisiert alliierten Militäreinsatz

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Kritik am Militäreinsatz der westlichen Allianz kommt von der Arabischen Liga. Deren Generalsekretär Amr Mussa zeigte sich am Rande eines Treffens in Kairo mit einer EU-Delegation besorgt über zivile Opfer des Libyen-Einsatzes.

In der vergangenen Woche hatte Mussa andere arabische Staaten zu einer UN-Resolution für eine Flugverbotszone gedrängt. Dies habe er getan, um die zivile Bevölkerung zu schützen. Jetzt seien Zivilisten durch Bombenangriffe in Gefahr, so Mussa.

Unterdessen drängte die Türkei Libyens Machthaber Gaddafi dazu, die politische Macht umgehend aus der Hand zu geben.

Auf einer Wirtschaftskonferenz in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, Gaddafi habe den Zeitpunkt eines geordneten Rücktritts verpasst. Jetzt gehe es darum, das Blutvergießen zu beenden und den Willen des libyschen Volkes zu respektieren.

Erdogan habe Gaddafi in den vergangenen Wochen mehrfach aufgefordert, sich zurückzuziehen und einen Präsidenten mit Rückhalt im Volk zu ernennen.

Bereits am Samstag hatte sich die Türkei zur Überwachung einer stabilen Waffenruhe in Libyen bereit erklärt. Sollten diese Bemühungen aber scheitern, seien die nächsten Schritte in der UN-Resolution dargelegt. Ob die Türkei sich militärisch gegen Libyen beteiligen will, blieb offen.