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Bombennacht: Tomahawks regnen auf Libyens Küste

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Bombennacht: Tomahawks regnen auf Libyens Küste

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Tripolis in der Nacht zum Sonntag, 21 Uhr Mitteleuropäische Zeit – die ersten Marschflugkörper der britischen und amerikanischen Kriegsmarine fallen nach einer Stunde Flugzeit auf die libysche Hauptstadt. Die Operation “Odyssee Dawn” beginnt.

Dann regnen mehr als 100 Tomahawk-Raketen auf rund 20 militärische Anlagen entlang der libyschen Küste nieder, so das US-Verteidigungsministerium. Amerikanische und britische Streitkräfte zielen auf Luftabwehrstellungen, Kommunikations- und Kommandoeinrichtungen. Das Ziel: die UN-Flugverbotszone soll durchgesetzt, weitere Angriffe auf Rebellen unterbunden werden.

Tripolis scheint völlig unvorbereitet, hell erleuchtet. Menschen laufen auf der Strasse herum.

Tausende Zivilisten sollen Gaddafis Aufruf gefolgt sein, um sein Hauptquartier und wichtige Einrichtungen wie den Flughafen menschliche Schutzschilde zu bilden.

Militärisch sei die Operation ein Erfolg, so der US-Generalstabschef Mike Mullen.

Frankreich setzte nach eigenen Angaben rund 20 Flugzeuge ein, darunter ein fliegendes Radarsystem vom Typ AWACS und zwei Fregatten.

Großbritannien und die USA beteiligten sich mit mindestens einem Dutzend Kriegsschiffen, darunter auch U-Boote und mehreren hundert Flugzeugen.

Den ersten Schuss hatte am Nachmittag ein französischer Rafale-Kampfjet in der Nähe der Rebellen-Stadt Bengazi abgegeben. Die Ziele: Ein libysches Militärfahrzeug, möglicherweise auch mehrere Panzer.

Koordiniert werden die Luftangriffe im europäischen Hauptquartier der US-Streitkräfte – in Stuttgart.