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Flugabwehrfeuer in Tripolis

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Flugabwehrfeuer in Tripolis

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Der internationale Militäreinsatz gegen Libyen hat begonnen. In der Hauptstadt Tripolis war am frühen Sonntagmorgen minutenlanges heftiges Flugabwehrfeuer zu hören. Die USA und Großbritannien starteten von Kriegsschiffen und U-Booten aus Raketenangriffe auf militärische Ziele des Regimes von Machthaber Muammar al-Gaddafi.

Französische Kampfflugzeuge griffen zunächst Ziele am Boden bei Bengasi an, um den Vormarsch der Gaddafi-treuen Truppen auf die Rebellenhochburg zu stoppen. Dabei sollen mehrere Panzerfahrzeuge getroffen worden sein. Nach US-Angaben wurden mehr als 110 Marschflugkörper vom Typ Tomahawk auf Luftabwehrstellungen bei Tripolis und Misurata abgefeuert. US-Vizeadmiral William Gorney sagte, diese Aktionen hätten zwei Ziele: Erstens sollten weitere Angriffe des Regimes auf Zivilisten und Oppositionelle besonders bei Bengasi verhindert werden. Und zweitens sollten die Mittel des Regimes geschwächt werden, mit denen es sich gegen die Einrichtung der von den Vereinten Nationen beschlossenen Flugverbotszone wehre. Noch hätten die USA keine Flugzeuge in der Region eingesetzt, aber man bereite sich darauf vor.

Nach Angaben aus amerikanischen Sicherheitskreisen wurde das Luftabwehrsystem des Regimes bei den Angriffen ernsthaft beschädigt. Es sei aber noch zu früh vorherzusehen, wie Gaddafis Truppen darauf reagieren würden.