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Fukushima-Block 2 hat wieder Strom - Tokio sieht keine Gefahr durch Strahlenbelastung

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Fukushima-Block 2 hat wieder Strom - Tokio sieht keine Gefahr durch Strahlenbelastung

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In Japan hat der Block 2 des Atomreaktors von Fukushima laut Medienangaben wieder Strom. Nun soll die Kühlung wieder in Gang gesetzt werden. Ob die Wasserpumpen allerdings funktionieren, ist noch unklar.

Nach Berichten über erhöhte Strahlenbelastung will die Regierung am Montag entscheiden, ob Konsum und Verkauf von Lebensmitteln aus der betroffenen Region eingeschränkt oder verboten werden.

Bereits am Samstag hatte ein Regierungssprecher erklärt, dass Spinat und Milch aus der Provinz Fukushima verstrahlt seien. Eine Gesundheitsgefährdung bestehe aber nicht. Die Strahlung sei deutlich geringer als etwa die einer normalen Computertomografie.

Die Bevölkerung reagierte dennoch verunsichert.

Die Verbotszone, die die Regierung um Fukushima erlassen hatte, sei zu klein, sagt ein Mann. Tokio wolle die Lage schöner reden, als sie tatsächlich sei. Daher sei der Regierung nicht zu trauen, jede offizielle Zahlenangabe müßte eigentlich nach oben korrigiert werden.

Inzwischen wurde erstmals auch eine radioaktive Belastung außerhalb Japans gemeldet. Die Behörden Taiwans teilten mit, aus Japan importierte Bohnen hätten Strahlenspuren aufgewiesen. Die Werte seien aber unterhalb der Gefahrenschwelle gewesen. Dennoch sollten die Bohnen zerstört werden.