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Japan: Angst vor Diskriminierung verstrahlter Menschen

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Japan: Angst vor Diskriminierung verstrahlter Menschen

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Der Kampf gegen den Super-GAU in Fukushima geht weiter. Arbeiter und Helfer der Feuerwehr schossen wieder Meerwasser auf die Reaktoren 3 und 4, um die erhitzten Brennstäbe abzukühlen. Zwischenzeitlich stieg aus den Blöcken 2 und 3 wieder Rauch und Dampf auf. Die Ursache ist unklar. Unterdessen fliehen immer mehr Menschen auch aus Gegenden, die an die Evakuierungszone um das Kraftwerk angrenzen. Viele lassen sich bei Ärzten auf Radioaktivität untersuchen. Eine Ärztin in Yonozewa sagt: “Am meisten haben wir davor Angst, dass die Menschen, die der Strahlung ausgesetzt waren, diskriminiert werden.” Wie in Yonozewa, rund 100 Kilometer nordöstlich des AKW, finden in zahlreichen Orten Strahlentests statt. Über zweieinhalbtausend Menschen haben sich seit dem Erdbeben allein in Yonozewa testen lassen. Unterdessen meldete die Nachrichtenagentur Kyodo, dass auch das Meerwasser in der Nähe des Meilers radioaktiv verseucht sei.