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Libyen: Luftangriffe bremsen Armee, stoppen sie aber nicht

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Libyen: Luftangriffe bremsen Armee, stoppen sie aber nicht

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Der Militäreinsatz der Streitkräfte aus Frankreich, den USA, Großbritannien und anderen Ländern hat den Vormarsch der Gaddafi-Truppen in Libyen gestoppt. Doch beenden konnte er die Kämpfe nicht.

Die libysche Luftabwehr wurde dem britschen Premierminister zufolge weitgehend ausgeschaltet. Von Seiten der Koaltion hieß es, in der Nacht seien zur Errichtung der Flugverbotszone bis zu zwölf Raketen auf militärische Ziele abgefeuert worden, weniger als die Nächte zuvor. Die USA schossen nach eigenen Angaben am Nachmittag weitere Marschflugkörper auf militärische Ziele in Libyen ab.

Frankreich meldete, rund zwanzig Flugzeuge über Libyen im Einsatz gehabt zu haben. Luftangriffe seien zunächst nicht fortgesetzt worden, hieß es am Nachmittag. Flugzeuge vom Flugzeugträger “Charles de Gaulle” im Mittelmeer sind nach Armeeangaben von Dienstag an einsatzbereit.

Derweil schwelt die Debatte über das künftige Kommando der Koalition. Die USA wollen die Führung abgeben. Die NATO ist zur Übernahme derzeit aber nicht bereit.

Die Gaddafi-Truppen griffen ihrerseits trotz eines neuen Waffenruheangebots der libyschen Führung Misrata im Westen und Al-Sintan südwestlich von Tripolis an. In Misrata soll es dabei laut Aufständischen mehr als zehn Tote gegeben haben.

Von Bengasi im Osten zogen sich die Truppen zurück.

Während hier im Osten, der Bastion der Aufständischen, sich wieder Siegeslaune breit macht, mehren sich aus dem Westen Berichte, dass das Regime auf die Strategie zurückgreift, seine Anhänger als menschliche Schutzschilde aufzustellen.