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Sachsen-Anhalt: SPD mit Zentrum des Koalitionspokers

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Sachsen-Anhalt: SPD mit Zentrum des Koalitionspokers

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Freude – oder zumindest Erleichterung – herrscht bei der sachen-anhaltinischen CDU: Nach der Landtagswahl bleibt die Partei – trotz leichter Verluste – mit 32,5 Prozent die Größte und die Zeichen stehen auf Fortsetzung der Koalition mit der SPD.

Weniger Freude – aber ganz sicher Erleichterung – bei der SPD in Magdeburg: Die Sozialdemokraten bleiben mit 21,5 Prozent zwar nur dritte Kraft im Land, aber sie bleiben auch das Zünglein an der Wage. SPD-Chef Gabriel nutze das Ergebnis zu einem relativen Bekenntnis zur CDU: “Für uns bedeutet das, dass natürlich bei dem Wahlergebnis es nahe liegt, mit dem bisherigen Koalitionspartner weiter zu regieren.”

Die Linke bleibt mit 32,5 Prozent zweite Partei im Landtag. Und hofft, die SPD doch noch zu einer rot-rote-Koalition bewegen zu können. Spitzenkandidat Wulf Gallert rief die SDP zu einer schnellen Entscheidung auf. “Und ich sehe keinen Grund, warum diese Entscheidung gegen uns ausfallen sollte”.

Die Grünen (7,1 Prozent) feierten – auch infolge der neuen Atomdebatte – mit ihrem bislang besten Ergebnis in Sachsen-Anhalt nach 13 Jahren die Rückkehr in den Landtag. FDP (3,8 Prozent) und NPD (4,6 Prozent) scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.