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Elfenbeinküste versinkt in Gewalt

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Elfenbeinküste versinkt in Gewalt

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Die Gefahr eines Bürgerkriegs in der Elfenbeinküste steigt. In Abidjan versammelten sich Tausende Anhänger des im November 2010 abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo. Sie wollen sich als Teil seiner Truppe rekrutieren lassen. Mit dieser Armee will Gbagbo die von ihm so genannten “Rebellen” des Wahlsiegers Alassane Ouattara bekämpfen. Ein Rekrut sagt: “Die Zeit ist gekommen, um mein Land zu verteidigen. Ich will lieber in Würde an der Front zu sterben, als feige von einem Angreifer zu Hause abgeschlachtet zu werden.” Ouattara hatte die Wahlen Ende vergangenen Jahres gewonnen. Er wird von der internationalen Gemeinschaft unterstützt. Seit der Wahl kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern. Mindesten 400 Menschen wurden bisher getötet. Über 300 000 flohen laut UN-Schätzungen vor dem Konflikt, die meisten aus Abidjan, wo inzwischen laut den Vereinten Nationen ein regelrechter “Stadtkrieg” stattfindet. Vergangene Woche kamen laut der UN bei einem Raketenangriff der Gbagbo-Truppen auf einen Markt in Abidjan 25 Menschen um.