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Kinder im Erdbebengebiet: die Schwächsten leiden oft am meisten

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Kinder im Erdbebengebiet: die Schwächsten leiden oft am meisten

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Kinder sind oft diejenigen, die von Katastrophen, wie jener in Japan am härtesten getroffen werden.

Während die Suche nach Toten und Vermissten noch lange nicht zu Ende ist, müssen sie im Durcheinander leben und oft mit dem Verlust von Eltern oder Verwandten zurecht kommen.

Hinzu kommt der Schock über das, was sie an eigener Haut erlebt haben. Hironobu Shibuya, von der japanischen Sektion der Kinderhilfsorganisation ‘Save the Children’ erklärt, dass erfahrungsgemäß viele Kinder und Jugendliche ein lebenslanges Trauma davontragen.

Viele Eltern machen sich Sorgen um die direkten Auswirkungen des Erdbebens und der drohenden Atomkatastrophe: Schock, Trauma, Radioaktivität. Manche Folgen aber zeichnen sich erst nach Jahren ab. Die Kinderklinik-Direktorin Keiko Yamada warnt davor, dass vor allem Kinder aus der Gegend um das havarierte Atomkraftwerk später diskrimiert werden könnten: Ganz einfach, weil sie als Kinder ‘verstrahlt’ worden seien.

Die Hilfsorganisationen vor Ort tun was sie können, um den Kleinsten zumindest ein wenig ein Gefühl von Normalität zu geben. Doch was die Kinder erlebt haben, vergessen sie so schnell nicht wieder.

Insgesamt leben in den Notunterkünften der Erbebengebiete über 100 000 Kinder.