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Erneut Gewalt im Nahen Osten

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Erneut Gewalt im Nahen Osten

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Die Spirale der Gewalt dreht sich wieder. Militante Palästinenser haben zwei Raketen und mehrere Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf die israelischen Städte Bersheeba und Ashdod abgefeuert, dabei wurde mindestens ein Israeli verletzt. An diesem Dienstag waren bei israelischen Angriffen auf den Gazstreifen acht Menschen getötet worden, vier von ihnen waren Zivilisten. Drei der Toten waren Jugendliche, die beim Fußballspielen getroffen wurden. Ein vierter Jugendlicher schwebt in Lebensgefahr. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bedauerte, dass “unschuldige Zivilisten bei einem Angriff der Armee ohne Absicht” getroffen worden seien. Erst vor wenigen Tagen hatte er den Bau von weiteren Siedlungen im Westjordanland angekündigt. Am 12. März hatten Palästinenser in der Siedlung Itamar im Westjordanland ein jüdisches Ehepaar und drei seiner Kinder im Schlaf erstochen. Für die Morde übernahm zunächst keine der militanten Palästinenserorganisationen die Verantwortung.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will in der kommenden Woche nach Gaza reisen, um die Aussöhnung zwischen seiner Fatah-Organisation und der dort herrschenden islamistischen Hamas voranzutreiben. Danach sollte bis September in den

Palästinensergebieten ein neuer Präsident und ein neues Parlament gewählt werden. Der militante Flügel der Hamas will den Abbas-Besuch samt Aussöhnung torpedieren.