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Run auf Wasserflaschen: Japaner sorgen nach Trinkwasserbelastung vor

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Run auf Wasserflaschen: Japaner sorgen nach Trinkwasserbelastung vor

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Nach der erhöhten radioaktiven Belastung des Trinkwassers in Tokio warnte die Regierung die Bewohner davor, übermäßig Wasserflaschen zu kaufen. Das Trinkwasser in den Katstrophengebieten im Nordosten sei weiterhin knapp, es sei deshalb nötig, ausreichende Vorräte für die Menschen dort bereitstellen zu können.

Der kolumbianische Journalist Gonzalo Robledo berichtete uns telefonisch aus Japan:

“Es war schon vorher beliebt bei den Japanern, Wasser in Flaschen zu kaufen, und jetzt haben viele von ihnen Vorräte davon angelegt. Da die Japaner sehr gut Bescheid wissen über die natürlichen Risiken, mit denen sie leben, hatten einige schon vorher Wasservorräte angelegt, zum Beispiel in ihren Badewannen, und in allen Behältern, die ihnen zur Verfügung standen. Aber generell sind hier viele besorgt nach den Informationen über die Wasserbelastung.

Man trifft auf Leute, die wirklich Vertrauen haben in das, was die Regierung sagt, denn naturgemäß haben die Japaner viel Vertrauen in ihre Regierung. Aber andere denken, dass sie ihnen etwas verheimlicht, weil wirtschaftliche Interessen dahinterstecken. Aber das Misstrauen richtet sich vor allem gegen Tepco, den Kraftwerksbetreiber.”

Vor dem Tokioter Sitz von Tepco demonstrierte eine Handvoll Atomkraftgegner gegen Unzulänglichkeiten beim Betrieb der Anlage. Sie forderten, die Reaktoren mit Beton zu versiegeln wie einst in Tschernobyl.