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Schwerer Stand für libysche Aufständische

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Schwerer Stand für libysche Aufständische

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Vor Adschdabija kommen die libyschen Aufständischen nicht weiter: Gaddafis Armee hält die Stadt mit ihrer wichtigen Wegekreuzung, eine Rückeroberung ist vorerst ausgeschlossen.

Nur vor der Stadt zeigen ausgebrannte Armeefahrzeuge, dass Gaddafi und seine Truppen zu

treffen sind – jedenfalls durch westliche Raketen.

Die Menschen hier geben sich deshalb siegessicher:

“In ein paar Tagen”, sagt ein Mann hier, “machen sich alle Revolutionäre von Bengasi aus auf den Weg nach Tripolis. Und dann werfen wir ihn raus!”

Die Bilder aus den Krankenhäusern in Bengasi, der Hochburg der Aufständischen, zeigen aber auch, wie

schwer der Kampf ist. Die westlichen Raketen haben

hier nur das Schlimmste erst einmal abgewendet.

“Ihr denkt doch nicht”, sagt ein Arzt, “dass Gaddafi mit diesem ganzen Aufgebot gekommen ist, nur um sein Volk zu bestrafen. Ich glaube, er will alle in Bengasi töten, die Stadt zerstören. Er kommt doch

nicht als Vater, der seine Leute ein bisschen am Ohr

zieht und sanft ermahnt.”

Bisher haben die Aufständischen aber nur Mut und ein paar Waffen aufzubieten. Alles andere – schwere

Waffen, Nachschub, Ausbildung – fehlt ihnen: Gaddafi hat dagegen alles reichlich.