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Trinkwasser in Tokio radioaktiv belastet

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Trinkwasser in Tokio radioaktiv belastet

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In Tokios Trinkwasser sind erhöhte Werte von radioaktivem Jod 131 gemessen worden. Die Behörden rieten deshalb davon ab, Babys und Kleinkindern Leitungswasser zu geben, da die Grenzwerte für Kleinkinder überschritten wurden. Auch in mehreren Gemüsesorten, vor allem Blattgemüse, und Milch waren erhöhte Werte gemessen worden. Die USA verhängten daher als erste einen Importstopp für solche Produkte aus Japan.

“Das wird sich aufs Geschäft auswirken”, sorgt sich ein Händler auch für den heimischen Markt: “Viele Leute haben Angst, dass auch andere Gemüse verstrahlt sind.”

Eine Kundin hingegen zeigt nicht beunruhigt: Die Behörden hätten erklärt, man könne das Gemüse unbedenklich essen, solange man es abwasche, sagt sie.

Wegen hoher Strahlung am Reaktor 2 im havarierten Kernkraftwerk Fukushima und Rauchs am Reaktor 3 mussten die Arbeiter zwischenzeitlich erneut von dort abgezogen werden. Reaktor 1 bereitete Probleme, weil die Temperatur auf 400 Grad Celsius stieg. Dafür ist der Reaktor nicht ausgelegt. Alle Reaktorblöcke sind inzwischen wieder mit Strom versorgt. Die Arbeiter versuchen nun, die Kühlsysteme wieder in Gang zu bringen.

Die offizielle Zahl der Todesopfer nach dem Beben und Tsunami in Japan ist auf mehr als 9.000 angestiegen, mehr als 13.000 Menschen werden immer noch vermisst.