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Behörden verteilten "sauberes" Gemüse und Wasser an Japaner

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Behörden verteilten "sauberes" Gemüse und Wasser an Japaner

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In Minamisouma in der Präfektur Fukushima stehen die Bewohner, die noch hier geblieben sind, nach frischem Obst und Gemüse an. Im Gemüse aus der Region waren erhöhte radioaktive Werte gemessen worden. Sonst gleicht die Stadt einer Geisterstadt: Sie liegt im 30-Kilometer-Umkreis der Unglücksreaktoren – also nicht in der Evakuierungszone, aber in dem Radius, in dem die Anwohner in geschlossenen Räumen bleiben und die Straßenkleidung nicht mit ins Hause nehmen sollen. Viele Geschäfte sind geschlossen.

In Tokio hingegen verteilten die Behörden an diesem Vormittag Mineralwasserflaschen an Familien mit Babys unter einem Jahr. Am Mittwoch waren in einer Wasseraufbereitungsanlage in Tokio erhöhte Werte von radioaktivem Jod gemessen worden, die über dem Grenzwert für Kleinkinder lagen. Diese sollten deshalb kein Leitungswasser trinken.

Heute lagen die Messwerte wieder unter dem Grenzwert. Das brachte viele Tokioter aber nicht davon ab, sich doch lieber im Supermarkt mit Mineralwasservorräten einzudecken.