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Juncker stimmt Märkte auf Portugal-Rettungspaket ein

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Juncker stimmt Märkte auf Portugal-Rettungspaket ein

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Nach dem Scheitern der portugiesischen Regierung stimmt Jean-Claude Juncker die Märkte auf ein Rettungspaket für Portugal ein. Der Chef der Eurogruppe und Ministerpräsident Luxemburgs sprach sogar schon von einer konkreten Summe: 75 Milliarden Euro wären wohl “angemessen”, sagte Juncker.

Camilo Lourenço, Analyst aus Portugal:

“Die Investoren sehen die Lage, sehen dass das Land kaum regierbar ist. Sie haben Angst uns Geld zu leihen, selbst wenn die Zinsen hoch sind. Wenn es so kommt, bräuchten wir die Hilfe des

Europäischen Stabilisierungsmechanismus (“Euro-Rettungsschirms”).

Die Märkte trauen uns auf längere Sicht nicht über den Weg. Daran hätte das jüngste Sparpaket PEC-4 (Programa de Estabilidade e Crescimento) auch nicht viel geändert.”

Portugals Ministerpräsident José Sócrates hatte am Mittwochabend seinen Rücktritt eingereicht – kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel.

Die Renditen für fünf- und zehnjährige Anleihen Portugals pendeln um acht Prozent – das ist Rekord, seit es den Euro gibt.

Die Staatsverschuldung Portugals liegt bei rund 76 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – zwischen Frankreich (78,1%) und Deutschland (73,4%).