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Ölpreis: Spekulanten gießen Öl ins Feuer

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Ölpreis: Spekulanten gießen Öl ins Feuer

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Öl wird teurer. Da mögen die Ölproduzenten der OPEC höhere Fördermengen in Aussicht stellen – wenn die Förderregion in Nordafrika und im Nahen Osten unter Spannung steht, zählen die realen Barrels nicht mehr, die aus dem Boden kommen und der reale Verbrauch auch nicht. Das ist die Stunde der Finanzanleger – man kann sie auch Spekulanten nennen.

Der Irakische Ölminister zielt in die gleiche Richtung, mit Bemerkungen wie dieser: 120 Dollar pro Barrel – fünf mehr als heute – würden das globale Wachstum nicht behindern.

“Wer viel wagt, kann viel gewinnen”, meint Manoj Patel, Händler eines Investoren-Clubs in Chicago.

Das einzelne Barrel Öl interessiere ihn nicht, “ich handle es nur zum Geldverdienen.”

Das kann nur nach oben gehen, meinen zwei von drei Analysten und Bankexpterten in einer aktuellen Reuters-Umfrage.

Michael Greenberger, ehemaliger Leiter der US-Regulierungsbehörde für Future- und Optionsmärkte:

“Bei allen Ölprodukten ziehen die Preise an. Rohöl, Heizöl, Diesel – ohne guten Grund.”

Die rote Linie liegt seit drei Jahren bei gut 147 Dollar je Barrel – das sogenannte “all time high”.

Damals stieg der Verbrauch weltweit, die Fördermenge nicht. Über das iranische Atomprogramm wurde gestritten, im ölreichen Irak gab es die Unruhen und Attentate, dazu Rebellenangriffe auf Ölförderanlagen in Nigeria.

Wenn jetzt alles schiefgeht, so die französische Bank Société Generale, geht es diesmal weiter bis 200 Dollar je Barrel.