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Syrische Führung gibt überraschend nach

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Syrische Führung gibt überraschend nach

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Die syrische Führung lenkt nach den blutigen Unruhen im Süden des Landes überraschend ein. Die Forderungen der Menschen dort seien berechtigt, sagt die Beraterin von Staatspräsident Baschar Assad; es seien die Forderungen des ganzen Volkes.

Man werde nach fast fünfzig Jahren nun die baldige Aufhebung des Ausnahmezustands prüfen, sagt Buthaina Schaban weiter. Es werde Gesetze zum Schutz der Bürger geben. Die Umsetzung dieser Pläne beginne heute. Nächste Woche gebe es dann weitere Entscheidungen.

Mit sofortiger Wirkung sollen auch die Löhne steigen. Eine Kommission soll sich um einen höheren Lebensstandard kümmern.

Die Sprecherin betonte, Assad selber habe nie befohlen, auf die Demonstranten zu schießen. In der südsyrischen Stadt Daraa geht die Polizei seit Tagen mit Gewalt gegen Proteste vor: Auch heute wieder, als zwanzigtausend Menschen die Getöteten von gestern betrauerten.

Regierungsgegner kritisierten Assads Ankündigungen als unzureichend. Sie wollen so schnell wie möglich größere Freiheiten.

Vor diesen Ankündigungen wurde noch ein bekannter syrischer Menschenrechtler verhaftet. Nach Angaben seiner Mitstreiter wurde er gestern von der Sicherheitspolizei einbestellt und einbehalten.