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Erdbebenopfer werden in Massengräber bestattet

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Erdbebenopfer werden in Massengräber bestattet

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Das verheerende Erdbeben und der Tsunami haben nun auch Folgen für die jahrhundertalten Traditionen der Japaner. Normalerweise äschern die Hinterbliebenen die Verstorbenen ein, doch dazu fehlt es im Land nun an Zeit und Material. Manchmal ruhen die Urnen mit den Überrresten monatelang im Familienheim, bevor sie endgültig begraben werden – jetzt müssen die Japaner ihre Verwandten in Massengräbern beisetzen. “Wir können sie nicht einäschern”, sagt einer der Hinterbliebenen, “höchstens sechs oder sieben Leichen können wir pro Tag einäschern. Also begraben wir sie vorübergehend und hoffen, dass wir sie in zwei oder drei Monaten wieder ausgraben und der Tradition entsprechend einäschern können.”

Allein in der Region Higashimatsushima wurden mehr als 650 Leichen gefunden worden, 1000 Menschen werden noch vermisst. Die Hinterbliebenen versuchen so gut es geht sich an die Tradition zu halten, um es dem Körper zu ermöglichen den Geist freizugeben. Doch die im Buddhismus übliche Trauerzeit können die Japaner nicht einhalten. Im ganzen Land sind mehr als 9500 Todesopfer geborgen worden, 16.000 Menschen werden noch vermisst.