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Flüchtlingskrise: Höchste Alarmstufe in Italiens Häfen

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Flüchtlingskrise: Höchste Alarmstufe in Italiens Häfen

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Aufgrund des anhaltenden Flüchtlingsstroms aus Nordafrika hat Italien in mehreren Häfen die höchste Alarmstufe ausgerufen. Auf der winzigen Insel Lampedusa sind allein am Freitag 260 Migranten eingetroffen. Seit Beginn des Jahres wagten fast 15.000 die gefährliche Seereise. Die meisten kamen aus Tunesien.

Italien sei bereit, der tunesischen Polizei zu helfen, gab Außenminister Franco Frattini bekannt. Tunesien werde Hilfsgüter, Kraftfahrzeuge und Geräte erhalten, um Migranten von der illegalen Einwanderung nach Italien abzuhalten.

Auf Lampedusa droht derweil eine humanitäre Krise. Die Behörden auf der Insel sind auf die Versorgung von 800 Flüchtlingen eingestellt. Die Bevölkerung von etwa 5.000 hat sich jedoch durch die unablässig eintreffenden Nordafrikaner fast verdoppelt. Mittlerweile ist es zu Protesten gekommen, weil die Grundversorgung nicht mehr gewährleistet werden kann.