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Frankreich will UN-Resolution zu Elfenbeinküste

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Frankreich will UN-Resolution zu Elfenbeinküste

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Die Gewalt im westafrikansichen Land Elfenbeinküste geht weiter, Hunderttausende sind auf der Flucht. Viele von ihnen haben die Grenze zu Liberia überquert, um dort Unterschlupf zu finden. Die Forderungen nach einem stärkeren UN-Mandat werden lauter, die Anhänger des gewählten Präsidenten Alessane Ouattara sprechen angesichts des Libyen-Einsatzes der internationalen Koalition inzwischen von “doppelten Standards”. Nach Angaben der Anhänger Ouattaras wurden in dem Konflikt mit den Unterstützern des Ende November abgewählten Laurent Gbagbo bislang 460 Menschen getötet. Eine Sprecherin des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen in Genf sagte, allein in Abidjan und Umgebung könnten derzeit bis zu eine Million Menschen auf der Flucht sein, und auch im Westen des Landes seien zahlreiche Menschen auf der Flucht. Nach der Eskalation der Gewalt in den vergangenen Tagen will Frankreich nun einen Resolutionsentwurf in den Weltsicherheitsrat einbringen, der den Gebrauch von schweren Waffen in der Elfenbeinküste untersagt. Auch die westafrikanische Staatengruppe Ecowas fordert weitere Schritte von den Vereinten Nationen.