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"Lage in Fukushima erlaubt keinen Optimismus"

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"Lage in Fukushima erlaubt keinen Optimismus"

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Trotz der seit Wochen andauernden Arbeiten im Atomkraftwerk Fukushima wird die Lage nicht besser – im Gegenteil. Immer wieder stocken die Kühlarbeiten. Aus den Überresten des AKW läuft radioaktives Wasser aus, die Arbeiter mussten sich erneut zurückziehen, wie der Betreiber Tepco mitteilte. Vom besonders gefährlichen Reaktorblock 3 stieg erneut weißer Rauch auf.

Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet laut Presseberichten, eine Kernschmelze habe schon eingesetzt. Japans Ministerpräsident Naoto Kan bezeichnete die Lage als sehr ernst: “Der aktuelle Zustand von Fukushima erlaubt keinen Optimismus. Wir werden unser Äußerstes tun, damit sich die Lage nicht weiter verschlimmert.” Ebenfalls kaum Verbesserungen gibt es in den von Erdbeben und Tsunami verwüsteten Regionen. In Ishinomaki Minato etwa sind rund 200 Menschen in der örtlichen Grundschule untergebracht. Sie und 2000 weitere Katastrophenopfer erhalten hier unter anderem etwas zu essen. Mehr als 10 000 Menschen werden alleine in Ishinomaki noch vermisst. Freiwillige aus dem ganzen Land sind gekommen um zu helfen, mit Essen, mit Kleidern oder auch mit Gesang.