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Sarkozy: "Lösung kann nicht militärisch sein"

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Sarkozy: "Lösung kann nicht militärisch sein"

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Die Luftschläge gegen das Regime in Libyen gehen weiter. Heute wurden im Süden der Hauptstadt Tripolis Ziele der Regierung angegriffen. Der Einsatz könnte sich nach Ansicht französischer Militärs noch Wochen hinziehen. Die NATO kündigte an, in wenigen Tagen das Kommando zu übernehmen. Die Staats- und Regierungschefs der EU forderten unterdessen erneut den Rücktritt Gaddafis und kündigten Sanktionen gegen Libyen an. “Die Lösung”, so Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, “kann keine militärische sein. Notwendig sind auch politische und diplomatische Schritte, auch wenn der Militäreinsatz unausweichlich war, da Gaddafi sich unzugänglich zeigte für vernünftige Vorschläge.” Gleichzeitig kündigte die EU an, einem “neuen Libyen” ohne Gaddafi politisch und wirtschaftlich zu helfen. Großbritanniens Premierminister David Cameron: “Politisch hat sich die EU nun darauf geeinigt, Wege zu finden, um dem libyschen Volk bei seinen Bestrebungen nach einer demokratischeren und offeneren Regierung zu helfen. Wir werden humanitäre Hilfe leisten für alle Betroffenen. Und wir sehen nun auch militärisch einen breiten europäischen Beitrag.” Der Einsatz habe laut den EU-Staats- und Regierungschefs dazu beigetragen, Zivilisten zu schützen. Sobald sie vor Angriffen der Gaddafi-Truppen sicher und die Ziele der UN-Resolution erreicht seien, werde der Einsatz beendet.