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UN wollen Sanktionen gegen Gbagbo

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UN wollen Sanktionen gegen Gbagbo

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Gut 1000 Plätze gab es in den Bussen, die die malische Regierung nach Abidjan in die Elfenbeinküste geschickt hat, um Landsleute vor der Gewalt in dem westafrikanischen Land in Sicherheit zu bringen. Innerhalb von Minuten waren diese Plätze vergeben, zahlreiche Malier mussten vor Ort ausharren. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen sind allein in und um Abidjan bis zu eine Million Menschen auf der Flucht.

Der Weltsicherheitsrat hat nun reagiert: Frankreichs UN-Botschafter Gérard Araud kündigte Sanktionen gegen den abgewählten Laurent Gbagbo an. Man wolle verbieten, dass in Anidjan schwere Waffen eingesetzt würden, sagte er.

Die Anhänger Gbagbos setzten derzeit Granaten gegen Zivilisten ein. Hunderttausende Menschen sind auch im Westen des Landes auf der Flucht, viele haben sich nach Liberia gerettet. Seit Ausbruch der Kämpfe zwischen den Anhängern Gbagbos und denen des gewählten und international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara wurden mehr als 460 Menschen getötet, wie es heisst.

Für viele Menschen in der Elfenbeinküste stellt sich nun angesichts des Libyen-Einsatzes der internationalen Koalition die Frage nach “doppelten Standards”.