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Wieviel kostet der Militäreinsatz über Libyen?

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Wieviel kostet der Militäreinsatz über Libyen?

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Kriege gibt es nicht zum Nulltarif, auch nicht “ militärische Einsätze zum Schutze der Zivilbevölkerung”. Die fliegenden High-tech-Maschinen haben ihren Preis. Die ebenso hochspezialisierte Munition ist auch nicht billig, dazu Treibstoff, Logistik und der ganze Nachschub.

Wieviel koste nun also die Umsetzung des UN-Mandates zur Flugverbotszone über Libyen?

Das Washingtoner Zentrum für strategische Studien beziffert die Kosten für einen Monat Überwachung der Flugverbotszone auf 353 Millionen euros.

Erfahrungen mit Flugverbotszonen hat das atlantische Bündnis schon länger

Im Kosovokrieg beliefen sich die Kosten für eine derartige Operation von März bis Juni 1999 auf 1,3 Milliarden euros.

Seit dem ersten Golfkrieg gab es über dem Irak von 1991 bis 2003 zwei Flugverbotszonen.

Deren Überwachung und Durchsetzung kostete pro Jahr zwischen 500 und 700 Millionen euros.

Um eine Flugverbotszone auch durchsetzen zu können, werden auch Boden-Luft-Raketen eingesetzt. Bis Dienstag hatten die US-Streitkräfte von Positionen im Mittelmeer aus 162 Marschflugkörper vom Typ “Tomahawk” verschossen.

Eine Tomahawk kostet 402 Millionen euros.

Eine der von den Franzosen benutzen Lenkraketen kostet zwischen 300 und 350.000 euro.

Eine Einsatzstunde des Jägers vom Typ Rafale schlägt mit 10.000 bis 13.000 euros zu Buche.

Bei der Mirage liegen die Kosten knapp darunter.

Der berühmte amerikanische Tarnkappenbomber B-2 kostet pro Einsatzstunde 7.000 euros.

Von ihrem Stützpunkt in Missouri aus bis zum Einsatzgebiet fliegen die B-2 25 Stunden – mit Auftanken in der Luft , was die Kosten noch einmal kräftig in die Höhe treibt.