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Zukunft Portugals beunruhigt die EU


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Zukunft Portugals beunruhigt die EU

Ein niedergeschlagener José Sócrates verlässt den Brüsseler EU-Gipfel. Portugal beunruhigt seine EU-Partner. Schuldenkrise und Regierungsrücktritt verbunden mit strikten Sparmaßnahmen lassen weitere milliardenschwere Finanzhilfen befürchten. Der zurückgetretene portugiesische Ministerpräsident gibt sich zunächst optimistisch. Er sagte, “Portugal braucht keinen Rettungsplan. Ich werde diese Linie beibehalten, um mein Land zu verteidigen. Denn ich weiß, was es für Irland und Griechenland bedeutet hat, und das gleiche will ich meinem Land nicht wünschen.”

Von den deutschen Wählern unter Druck gesetzt, die den Eindruck haben, immer für die anderen Staaten zu zahlen, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Portugal wiederholt zur Haushaltsdisziplin aufgerufen.

Zwar verabschiedeten die Regierungen ein Paket zur Euro-Absicherung – Einzelheiten werden aber erst später geklärt werden, erklärt unser euronews-Korrespondent aus Brüssel.

Sergio Cantone: “Die Frage nach dem vorläufigen Rettungsfonds ist aus wahltaktischen Gründen auf Juni verlegt worden. Dafür sind die 27 EU-Mitglieder beim permanenten Stablisierungsmechanismus weitergekommen, der ab 2013 stehen soll.”

Dass Europa sich mehr Zeit gegeben hat, um einen Teil der Maßnahmen unter Dach und Fach zu bringen, könnte allerdings die Unruhe auf den Märkten weiter anfachen, statt – wie von der EU beabsichtigt – für neues Vertrauen zu sorgen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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