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Dutzende Tote bei Protesten in Syrien

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Dutzende Tote bei Protesten in Syrien

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In Syrien haben Sicherheitskräfte bei Protesten gegen die Regierung erneut Dutzende Menschen erschossen. In Syriens drittgrößter Stadt Homs seien drei Menschen getötet worden, in Daraa sollen zehn Regierungsgegner erschossen worden sein, in Latakia zwei, drei in Damaskus und 23 in al-Sanamien, berichten Internetseiten der Opposition. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International spricht von 40 Toten allein an diesem Freitag. In Daraa wurden zehn Tote begraben, die am Mittwoch von Sicherheitskräften erschossen worden waren. Erneut beteiligten sich dort nach Angaben der Opposition 20.000 Menschen an den Trauerfeierlichkeiten. Landesweit gingen nach den Freitagsgebeten wieder Tausende Menschen auf die Straße, um für Meinungsfreiheit und Demokratie zu demonstrieren. In der Hauptstadt Damaskus lieferten sich Anhänger und Gegner von Staatspräsident Baschar al-Assad in einigen Vierteln Straßenschlachten. Gleichzeitig fuhren rund 1000 Anhänger des syrischen Präsidenten mit ihren Autos durch die Stadt, um Stimmung für den Staatschef zu machen. Unterstützt wurden sie von Demonstranten auf den Straßen von Damaskus. Die Präsidentenberaterin Buthaina Schaaban hatte am Donnerstag ein Reformpaket versprochen. Man wolle die Verabschiedung eines neuen Parteiengesetzes vorantreiben und die Beendigung des seit 1963 geltenden Ausnahmezustandes prüfen. Die Opposition reagierte skeptisch darauf.