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Verstrahlung um Fukushima `nicht beunruhigend`

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Verstrahlung um Fukushima `nicht beunruhigend`

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In Japan bemühen sich Experten, radioaktiv verseuchtes Kühlwasser aus dem verunglückten Atomkraftwerk Fukushima umweltgerecht zu entsorgen. Meerwasserproben hatten ergeben, dass der Gehalt radioaktiven Jods den zulässigen Höchstwert um das 1250fache überstieg.

Das sei kein Grund zur Beunruhigung, versicherte ein Regierungssprecher, denn die strahlenden Substanzen würden im Pazifischen Ozean schnell verdünnt. “Bisher gibt es keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung maritimer Lebensformen, insbesondere nicht in einer Entfernung von 20 Kilometern oder mehr”, so Regierungssprecher Yukio Edano. “Experten zufolge besteht nur ein sehr geringes Restrisiko, aber wir müssen die Meerwasserkontrollen umgehend verstärken.”

Umweltschützer trauen den abwiegelnden Versicherungen der japanischen Regierung nicht mehr und nehmen vor Ort ihre eigenen Messungungen vor. “Wir befinden uns in Tsushima, 35 Kilometer entfernt vom Kernkraftwerk Fukushima”, sagt Greenpeace-Mitarbeiter Jan van de Putte. “Das Strahlungsniveau ist enorm hoch. Die Menschen hier werden innerhalb weniger Tage der zulässigen Jahresdosis ausgesetzt und das ist völlig inakzeptabel. Diese Gegend sollte sofort evakuiert werden.”

Die japanischen Behörden empfehlen allen, die in einem Umkreis von 20 Kilometern vom Unglückreaktor wohnen, die Gegend zu verlassen. Grund dafür seien Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Hilfsgütern, nicht das Strahlungsniveau.