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Plutonium in Fukushima entdeckt

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Plutonium in Fukushima entdeckt

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Die Lage im Atomkraftwerk Fukushima in Japan bleibt weiter ernst. Die Behrden haben jetzt an fünf Stellen hochgiftiges Plutonium gefunden. Die Regierung in Tokio verschärfte die Kritik am AKW-Betreiber Tepco. Zuvor hatte sie eingeräumt, dass im Reaktor 2 in den vergangenen zwei Wochen vermutlich eine Kernschmelze eingesetzt hatte. Ein Regierungssprecher forderte die Anwohner auf, die Evakuierungszone von 20 Kilometern nicht zu betreten. In Wien sagte der Chef der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, es gehe nun darum, die Krise zu überwinden. Er schlage eine hochrangige Konferenz in Wien noch vor diesem Sommer vor, um über Konsequenzen für die Sicherheit aus dem Atomdesaster zu beraten. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul gedachten die Menschen der Atomkatastrophe von Harrisburg vor 32 Jahren. Der japanische AKW-Betreiber Tepco bat inzwischen französische Atomexperten um Hilfe. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will als erster ausländischer Staatschef seit der Atomkatastrophe Japan besuchen.