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Auf Lampedusa tickt eine Zeitbombe

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Auf Lampedusa tickt eine Zeitbombe

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Immer mehr Flüchtlinge aus Nordafrika suchen Zuflucht auf der italienischen Insel Lampedusa. Allein in der Nacht zum Dienstag trafen mehr als 1.000 Menschen auf dem Eiland ein. Die meisten von ihnen stammen aus Tunesien und Libyen. Insgesamt befinden sich dort zur Zeit etwa 6.200 illegale Einwanderer. Aufgebrachte Bewohner der Insel besetzten das Rathaus. Sie sind zornig, dass die Regierung in Rom nicht Abhilfe schafft. Tausende Flüchtlinge sind gezwungen, die Nacht im Freien zuzubringen. “Hier tickt eine Zeitbombe”, sagte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde. Die Verwaltung Lampedusas ist mit dem Problem überfordert. Selbst die Essensrationen für die Flüchtlinge reichen nicht aus. Wütende Bewohner blockierten am Montag vorübergehend den Hafen, um die Ankunft weiterer Flüchtlinge zu verhindern.