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Elfenbeinküste: Neue Fronten gegen Gbagbo

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Elfenbeinküste: Neue Fronten gegen Gbagbo

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In der westafrikanischen Elfenbeinküste gehen die Kämpfe zwischen Gegnern des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo und dessen Truppen weiter. Rebellen, die den international anerkannten Wahlgewinner Alassane Ouattara unterstützen und sich selbst als “New Forces” bezeichnen, wollen eigenen Angaben nach im Westen des Landes Boden gewonnen haben. Im Osten machten andere Gbagbo-Gegner, die sogenannten “Unsichtbaren Kommandos”, eine weitere Front auf, wie verschiedene Medien berichten. Die “Unsichtbaren” haben sich Presseberichten nach bei Bondoukou Gefechte mit den Gbagbo-Truppen geliefert. Im Westen wollen die Ouattara-Anhänger die Stadt Duekoue eingenommen haben. Derweil haben auch die USA Ouattara als Sieger der Präsidentenwahl anerkannt. US-Präsident Barack Obama forderte laut dem Weißen Haus, die Macht müsse an Ouattara übergeben werden. Gbagbo solle abtreten. Der Weltsicherheitsrat plant wegen der Gewalt in dem Land, Sanktionen gegen die Führung in Abidjan zu verhängen. In einem Resolutionsentwurf heißt es, Gbagbo solle gehen, die Gewalt gegen Zivilisten einstellen und den Einsatz schwerer Geschütze stoppen. Nach Schätzungen der UN sind bereits eine Million Menschen vor dem Konflikt geflohen, die meisten aus Abidjan.