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Elfenbeinküste: Schüsse auf Zivilisten

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Elfenbeinküste: Schüsse auf Zivilisten

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Im westafrikanischen Land Elfenbeinküste haben Anhänger des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo zehn Zivilisten erschossen. Soldaten der UN-Friedensmission im Land berichteten, Gbagbo-loyale Jugendliche hätten außerdem einen Mann lebendig verbrannt und UN-Personal angegriffen. Nach Schätzungen der Weltorganisation sind bereits eine Million Menschen auf der Flucht vor der Gewalt, vornehmlich in der Stadt Abidjan. Issa Dayabou ist einer von ihnen: “Wir leben in Williamsville, in Makasi”, sagt er. “Leute kommen dorthin, in unsere Höfe. Sie vergewaltigen die Frauen und schlagen die Männer. Und wenn wir uns wehren, töten sie uns.” Unterdessen haben die Anhänger des gewählten und international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara drei wichtige Städte eingenommen. Das berichten die Einwohner dieser Orte. Angesichts der eskalierenden Gewalt in der Elfenbeinküste will der Weltsicherheitsrat Sanktionen gegen die Führung in Abidjan verhängen. Frankreich und Nigeria legten dem UN-Gremium am Freitag einen Resolutionsentwurf vor. Auch die USA haben Ouattara in der vergangenen Woche als neuen Präsidenten anerkannt. Präsident Barack Obama forderte Gbagbo auf, im Interesse seines Volkes abzutreten.