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Fukushima-Betreiber vor Verstaatlichung

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Fukushima-Betreiber vor Verstaatlichung

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Als Konsequenz aus der Atomkatastrophe von Fukushima droht der Bertreibergesellschaft Tepco die Verstaatlichung. Eine solche Möglichkeit werde erwogen, erklärte ein Minister.

Tepco, der größte Versorger Asiens, sieht sich seit dem Unglück im Atomkraftwerk Fukushima wachsender Kritik ausgesetzt. Diese reicht von schlampiger Wartung bis zu mangelnder Information der Öffentlichkeit.

Auf Tepco dürfte demnächst eine massive Welle von Entschädigungsforderungen zurollen, die der Konzern nicht überleben dürfte – trotz 43 Milliarden Euro Umsatz 2010. Investoren ergreifen bereits die Flucht. Der Tepco-Aktienkurs schmolz seit dem Tag des Unglücks am 11. März um knapp drei Viertel.

Eine Verstaatlichung Tepcos soll den Kursverfall und den Zusammenbruch des Unternehmens

aufhalten. Denn geht der Konzern wegen Entschädigungszahlungen pleite, bedroht dies ganz akut die japanische Stromversorgung: Tepco beliefert ein Drittel Japans mit Elektrizität.