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Gbagbo will Waffenstillstand und Dialog

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Gbagbo will Waffenstillstand und Dialog

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Angesichts der immer weiter vorrückenden Anhänger des gewählten und international anerkannten Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, hat die Regierung seines Gegners Laurent Gbagbo zu einem sofortigen Waffenstillstand aufgerufen. Abobo, ein Vorort der Handelsmetropole Abidjan, steht seit Tagen unter Beschuss der Gbagbo-Truppen. “Vorgestern haben wir nicht geschlafen”, sagt eine Einwohnerin, “und gestern auch nicht. Überall wurde geschossen. Man muss Herrn Gbagbo sagen, dass die Bevölkerung leidet. Wir, die Menschen in Abobo, leiden.” Die einstigen Rebellen von Ouattara rücken nach eigenen Angaben im gesamten Süden der Elfenbeinküste vor. Die Gbagbo-Anhänger fordern nun einen sofortigen Dialog unter Vermittlung der Afrikanischen Union. Die Gespräche könnten am 4. April in Addis Abeba beginnen, hiess es. Soldaten der UN-Friedenstruppe berichten indes, die Anhänger Gbagbos hätten in Abidjan das Feuer auf Zivilisten eröffnet und zehn von ihnen getötet. Die Gbagbo-Seite weist das zurück. Nach UN-Angaben sind gut eine Million Menschen vor der Gewalt auf der Flucht, die meisten in der Region Abidjan. Viele versuchen sich über die Grenzen in Nachbarländer zu retten.