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Nach der Flutwelle: Gedenken an die Kinder

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Nach der Flutwelle: Gedenken an die Kinder

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Hier in Ishinomaki steht nur ein Beispiel dafür, wie die Flutwelle in Japans Nordosten gewütet hat – aber ein besonders bedrückendes Beispiel.

Hier stand eine kleine Grundschule mit gut einhundert Schülern. Nur jeder vierte von ihnen hat überlebt: Die anderen wurden von den Wassermassen fortgerissen. Nur ihre Sachen sind noch hier, der Hof ist voll von ihren Taschen und Rucksäcken.

Normalerweise würde es heute Zeugnisse geben, und für die Sechstklässler wäre es ihr letzter Tag hier: Stattdessen muss der Schulleiter angesichts des Unvorstellbaren nun die richtigen Worte finden. Man könne nur schwer sagen, wie sich das auf das Gemüt der Kinder auswirke, sagt Teruyuki Kashiba; aber auch darum müsse man sich kümmern.

Auch von den dreizehn Lehrern haben nur drei die Katastrophe überlebt. Bald drei Wochen ist es jetzt her, dass das Beben vor Japan die verheerende Flutwelle auslöste. Elftausend Menschen sind tot geborgen worden, siebzehntausend werden noch vermisst.