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Obama muss leider Gewalt anwenden

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Obama muss leider Gewalt anwenden

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US-Präsident Barack Obama hat seinen Kurs im Libyen-Konflikt verteidigt. Das Vorgehen seiner Regierung sei, anders als von Kritikern vielfach bemängelt, nicht schwammig und ziellos. Außerdem sei der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi durch den internationalen Militäreinsatz stark geschwächt. Der Krieg in Libyen sei alternativlos gewesen. Obama sagte in seiner live übertragenen Rede: “Natürlich wenden wir nur sehr ungern Gewalt an, um die vielen Aufgaben in der Welt zu lösen. Aber wenn unsere Interessen und Werte auf dem Spiel stehen, ist es unsere Verantwortung zu handeln. Und das ist in den vergangenen sechs Wochen in Libyen geschehen.” Derweil ist der Vormarsch der Rebellen Richtung Westen ins Stocken geraten. Regierungstruppen leisteten vor der Stadt Sirte laut Medienberichten Widerstand. Das libysche Staatsfernsehen strahlte heute angebliche live-Bilder aus, auf denen Gaddafis Sohn Khamis mit Anhängern zu sehen sein soll. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, Khamis sei von einem desertierten libyschen Luftwaffenpiloten getötet worden. Die Rebellen stehen im Westen laut Medienberichten etwa 120 Kilometer vor Gaddafis Heimatstadt Sirte. Nach eigenen Aussagen wollen sie die Stadt in den nächsten Tagen einnehmen und dann weiterziehen, nach Tripolis.