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Proteste für und gegen Syriens Machthaber

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Proteste für und gegen Syriens Machthaber

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Auch für den Staatspräsidenten wird in Syrien demonstriert: In der Hauptstadt Damaskus und anderen Städten zeigen Hunderttausende ihre Unterstützung für Baschar Assad.

Hinter den Kundgebungen steht allerdings die regierende Baath-Partei. Viele öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen: So konnten – oder mussten – möglichst viele Menschen teilnehmen.

Gleichzeitig trat die syrische Regierung geschlossen zurück. Allerdings hatte sich der Unmut der letzten Zeit kaum gegen das Kabinett gerichtet, das ohnehin nur wenig zu sagen hat.

Proteste gibt es bisher vor allem im südlichen Daraa

sowie in der Hafenstadt Latakia am Mittelmeer. Mehrere Male ging die Polizei dabei mit Gewalt gegen die Demonstranten vor: Wahrscheinlich mehr als sechzig Menschen wurden getötet.

Letzte Woche kündigte eine Beraterin von Assad schon Zugeständnisse an. Assad selber will morgen nachlegen und womöglich den Ausnahmezustand aufheben, der in Syrien seit fast fünfzig Jahren gilt und damit schon längst der Regelzustand ist.