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Berlusconi begutachtet Abtransport von Lampedusa-Flüchtlingen

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Berlusconi begutachtet Abtransport von Lampedusa-Flüchtlingen

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Der Ansturm von Bootsflüchtlingen hat die kleine italienische Insel Lampedusa vor ernste Probleme gestellt. Die Menschen auf der Insel fühlen sich überrannt und von der Regierung im fernen Rom alleingelassen.

Deshalb reist jetzt der Regierungschef selber an, um sich zu zeigen und zu begutachten, wie die Flüchtlinge von Lampedusa weggebracht werden.

Diese Einsätze würden zwei, zweieinhalb Tage dauern, meint Silvio Berlusconi. Danach, in 48 bis sechzig Stunden, seien auf Lampedusa wieder nur die Inselbewohner.

Seit dem Sturz des Regimes in Tunesien steuern die Flüchtlinge in ihren Booten das vergleichsweise nahegelegene Lampedusa an. Auch aus Libyen kommen jetzt immer mehr; bisher vor allem ostafrikanische Arbeiter, die den Kämpfen entkommen wollen.

Zuletzt waren auf Lampedusa mehr Flüchtlinge als Einwohner. Mit Schiffen werden sie jetzt weggebracht und auf andere Flüchtlingslager in Italien verteilt; möglicherweise bleiben manche auch zunächst auf den Schiffen.

Über alles weitere will die Regierung morgen entscheiden. Nach einem Zeitungsbericht laufen schon Verhandlungen mit Tunesien über eine Rücknahme von Flüchtlingen.