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Höhere Sicherheitsstandards für japanische AKWs

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Höhere Sicherheitsstandards für japanische AKWs

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Die japanische Regierung hat strengere Sicherheitsstandards für die 55 Atomkraftwerke im Land angeordnet. Erstmals seit Beginn der schlimmsten Atomkrise seit Tschernobyl erkennt sie damit an, dass die Meiler nicht angemessen auf mögliche Erdbeben oder Tsunamis vorbereitet waren. Im Meer vor Fukushima wurde Medienberichten zufolge der zulässige Wert des radioaktiven Jods-131 um das 3355-Fache überschritten. Ein Sprecher der japanischen Behörde für Reaktorsicherheit sagte zudem, über Reaktor 1 des Kraftwerks Fukushima Daini sei von einer Stromverteiler-Einheit Rauch aufgestiegen.
In der Prefektur Miyagi verlegen Arbeiter seit einigen Tagen Kabel, um die Stromversorgung wieder in Gang zu bringen. Alllein in der Stadt Minamisanriku wurden bislang fast 400 Leichen gefunden, 800 Menschen werden noch vermisst. Der Fischer Kazuaki Stou hat sein Haus verloren: “In jeder Nacht träume ich von meinem normalen Leben, in dem ich mit meiner Familie in meinem Haus wohne. Dann wache ich auf und merke, dass das nur ein Traum ist. Der Tsunami hat ja alles mitgenommen.“ Bislang wurden in Japan mehr als 11.200 Leichen geborgen, mehr als 16.300 Menschen werden noch vermisst.