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Immer wieder schlechte Nachrichten aus Fukushima

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Immer wieder schlechte Nachrichten aus Fukushima

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Die schlechten Nachrichten aus Fukushima nehmen

kein Ende: Erneut ist erhöhte Strahlung gemessen worden, diesmal im Meerwasser vor dem havarierten Kernkraftwerk.

Dort wurde Jod in seiner radioaktiven Form Jod-131 entdeckt. Die Konzentration war über dreitausend Mal höher als erlaubt. Wie und warum das Jod aus dem Kraftwerk ins Meer gekommen ist, weiß keiner.

Die Atomaufsicht sieht für die Gesundheit kein Problem: Die Leute tränken ja kein Meerwasser,

sagt Hidehiko Nishiyama, der Vizechef der Behörde; und die Strömung werde das schnell verdünnen. Außerdem habe Jod-131 eine Halbwertszeit von acht Tagen: Wenn also doch etwas aus dem Meer gegessen werde, sei die Belastung bis dahin schon stark gesunken.

Weiterhin müssen bald zweihunderttausend Menschen in Notunterkünften leben – sowohl aus dem Gebiet um das Kraftwerk als auch aus den Gegenden, die durch Erdbeben und Flutwelle zerstört wurden. Wie lange sie hier ausharren müssen, ist unbekannt.

In die zerstörten Orte können die Menschen immerhin schon wieder zurück, um zum Beispiel nach Habseligkeiten zu suchen. “So bald werden wir nicht wieder auf die Beine kommen”, meint ein Mann

im Dorf Rikuzentakata. “Aber jeder muss eben tun, was er kann, damit wir mal wieder zum Alltag zurückkehren.”

Die Armee errichtet Behelfsunterkünfte. Ob und wann hier aber einmal wieder richtig aufgebaut wird,

kann keiner sagen.