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Libyen: Jetzt auch Waffen für die Aufständischen?

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Libyen: Jetzt auch Waffen für die Aufständischen?

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Die Luftangriffe des internationalen Bündnisses haben den libyschen Aufständischen geholfen: Von einem Sieg über Machthaber Muammar Gaddafi sind sie trotzdem fast so weit entfernt wie vorher.

Frankreich möchte den Rebellen jetzt Waffen geben;

die USA schließen das zumindest nicht aus. Man prüfe alle Möglichkeiten, sagt Präsident Barack Obama. Man müsse aber auch sehen, was schon alles erreicht worden sei: Ein Flugverbot, das auch auf längere Sicht durchgesetzt werden könne, weil es von vielen Ländern getragen werde.

Andere Staaten sind aber dagegen, Waffen an die Aufständischen zu liefern. Aus britischer Sicht könnten andere Länder das gerne tun – man selbst jedoch nicht. Italien sieht darin eine extreme Maßnahme, die die Weltgemeinschaft spalten würde.

Selbst die NATO ist dagegen: Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen verweist auf das allgemeine Waffenembargo gegen Libyen und sagt, man wolle dort Menschen schützen und sie nicht bewaffnen.

Letztlich geht es darum, wie weit die Entschließungen des Weltsicherheitsrats auszulegen

sind, um Zivilisten zu schützen. Wahrscheinlich wäre aber eine neue Resolution nötig: Offen ist jedoch, ob es dafür auch wieder die nötige Mehrheit geben würde.