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Rebellen in Libyen auf dem Rückzug

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Rebellen in Libyen auf dem Rückzug

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Die Aufständischen in Libyen geraten trotz der von der internationalen Koalition überwachten Flugverbotszone immer stärker unter Druck. Nach Angriffen der Truppen von Diktator Muammar al-Gaddafi mussten die Rebellen nach heftigem Raketenbeschuss die wichtige Ölstadt Ras Lanuf aufgeben. Sie zogen sich zunächst nach Brega zurück. Offenbar wird dort noch gekämpft, ein Teil der Aufständischen ist bereits in Adjdabija eingetroffen. Sie hatten gestern unter heftigem Artilleriefeuer der Gaddafi-loyalen Truppen Bin Dschawwad aufgegeben. Der Übergangsrat der Regimegegner in Bengasi wandte sich indes mit der Bitte um Lieferung von wirksameren Waffen an die internationale Gemeinschaft. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch

setzen die Gaddafi-Truppen in ihrem Kampf gegen die Aufständischen auch international geächtete Land- und Tretminen ein. Die Rebellen hatten Adjdabijah erst nach fünftägigen Luftangriffen durch die internationale Koalition einnehmen können. Jetzt bringen sie ihre Verletzten in die Krankenhäuser der von ihnen kontrollierten Stadt. Erstmals seit zwei Tagen gab es heute wieder einen Angriff der Koalition auf Gaddafi-Truppen im Westen Adjdabijas.