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Türkei umwirbt irakische Kurden

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Türkei umwirbt irakische Kurden

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Ein Besuch bei Nachbarn – und doch ist es das erste Mal, dass ein türkischer Regierungschef die Kurden im Nordirak besucht. Recep Tayyip Erdogan muss hier in Erbil – der Hauptstadt der irakischen Kurden – viele Bänder zertrennen: Der neue Flughafen wird eröffnet, ein Konsulat, zwei türkische Banken.

Von einem historischen Augenblick spricht Gastgeber Massud Barsani, der Präsident; und von einer mutigen Entscheidung Erdogans. Der Besuch werde zwischen der Türkei und den irakischen Kurden stabile Brücken bauen.

Die Kurden im eigenen Land hat die Türkei lange unterdrückt: Sprache und Kultur waren unerwünscht.

Unter Erdogan hat sich einiges verändert: Immer noch kämpfen aber Aufständische für ein eigenes Kurdistan.

Zuflucht vor der türkischen Armee finden sie oft jenseits der Grenze, auf irakischem Gebiet. Die Folge waren Spannungen und sogar türkische Militärangriffe.

Das soll jetzt vergessen sein: Türkische Firmen sind im irakischen Kurdistan inzwischen sehr aktiv. Mit Erdogan reist auch eine große Wirtschaftsdelegation.