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Baschir will Ende der Verhandlungen über Dafur

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Baschir will Ende der Verhandlungen über Dafur

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Im katarischen Doha haben erstmals seit drei Jahren wieder Friedensgespräche über die sudanesiche Krisenregion Darfur begonnen. Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir forderte ein Ende der Verhandlungen und ein abschließendes Dokument für die internationale Darfur-Konferenz in Doha am 18. April. Das Ziel der Verhandlungen sei ein Friedensvertrag, der international und von den Menschen in Darfur anerkannt werde, so Baschir, ein abschließendes Dokument, denn anschließend werde es keine Verhandlungen mehr geben. Jeder, den es betreffe, solle sich in dieses Dokument einbringen, denn man habe keine Zeit mehr für Verhandlungen. Die Rebellenbewegung “Gerechtigkeit und Gleichheit” betonte gegenüber euronews, sie sei nicht offiziell über einen solchen Friedensvertrag informiert worden. Es habe weder Verhandlungen gegeben, noch entspreche das Dokument ihren Forderungen.

“Wir lehnen dieses Dokument ab”, so Rebellensprecher Jibril Adam Bilal, “denn wir werden kein Dokument akzeptieren, das nicht auf Verhandlungen basiert.” Im Vorfeld seines Besuchs in Katar hatte Baschir ein Rerendum über den Verwaltungsstatus Darfurs angekündigt. Er will damit die Einheit der Region bewahren. Die in Darfur aktiven Rebellengruppen lehnen das ab. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in Darfur seit 2003 300.000 Menschen getötet worden.

Die euronews-Korrespondentin Maha Barada meint, in Doha habe man sich sehr um ein abschließendes Friedensabkommen bemüht. Die Konferenz in Doha im nächsten Monat mache erneut Hoffnung auf einen Fortschritt bei den Verhandlungen zwischen den Parteien.