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China will Image seines Militärs aufpolieren

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China will Image seines Militärs aufpolieren

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Chinas Militär will nach eigenen Angaben bessere Aufklärungsarbeit leisten. Mit diesem Ziel hat das Land ein Weißbuch herausgegeben, in dem es um Sicherheitsaspekte und Militärausgaben geht. Darin wird den USA vorgeworfen, die Einsätze gegen China und die militärische Präsenz in der Asien-Pazifik-Region zu erhöhen. euronews Korrespondent Robert Kuhn sprach mit einem Vertreter des Verteidigungsministeriums:

Robert Kuhn, euronews: “Chinas nationales Verteidungsprogramm 2010 ist das siebte Weißbuch, das die Volksbefreiungsarmee seit 1998 veröffentlicht hat. Wie schätzen Sie die Entwicklungen ein?”

Geng Yansheng, Sprecher des Verteidigungsministeriums: “Das Hauptziel ist, der Welt zu zeigen, dass Chinas Militär transparenter wird. Es hat in den letzten Jahren eine rasche Entwicklung durchgemacht. Es gibt Kritik an einigen Waffenentwicklungen. Einige werfen China mangelnde Transparenz vor. Ich muss betonen, dass China die Transparenz seines Militärs vergrößert.”

Die USA und Chinas Nachbarn hingegen stellten zuletzt häufiger die Frage, welches Ziel die starke Modernisierung des chinesischen Militärs verfolgt. Washington geht auch davon aus, dass die von China veröffentlichten Militärangaben in Wirklichkeit doppelt so hoch sind.

euronews-Korrespondent Kuhn: “Das Weißbuch über die chinesische Verteidigungspolitik 2010 ist ein Versuch, mehr Einblicke ins Militär zu schaffen. Darin inbegriffen sind Informationen über die Weiterentwicklung des Militärs, sowie andere Militäreinsätze wie friedenserhaltende Maßnahmen und Katastrophenhilfe. Schafft das Weißbuch wirklich Transparenz? Es ist ein kleiner Schritt auf einem langen Weg.”