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Gedrückte Stimmung auch in der Stadt Fukushima

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Gedrückte Stimmung auch in der Stadt Fukushima

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Die Stadt Fukushima liegt nicht direkt an dem havarierten Kernkraftwerk mit dem gleichen Namen: Aber trotzdem hat das Leben hier einen deutlichen Dämpfer erlitten.

So fahren keine Züge mehr, auch wenn die landeinwärts gelegene Stadt selbst von der Flutwelle verschont geblieben ist. Dazu kommt auch mit siebzig Kilometer Abstand zum Kraftwerk die Angst vor möglicher Strahlung.

“Tagsüber geht es noch, aber abends geht kein Mensch mehr raus”, sagt ein Kneipenbesitzer. “Die Leute gingen sonst mal einen trinken, aber jetzt nicht mehr. Einkaufen kann man auch nicht, und die Kneipen machen um zehn zu, um Strom zu sparen.”

Geschäfte und Supermärkte schließen früher, ebenfalls wegen des Stroms. Die Straßen sind dann früher verwaist, den Lokalen fehlen die Kunden.

“Alle machen sich Sorgen, gehen früh nach Hause und wollen nicht mehr raus”, meint ein Restaurantbesitzer. “Dreißig Prozent der Lokale hier in der Straße werden wohl aufgeben müssen.”

Die Stimmung in Fukushima ist gedrückt: Und mit all den schlechten Nachrichten aus dem Kraftwerk wird sie so bald auch nicht besser werden.