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"Oranges and Sunshine": Wie Großbritannien sich seiner Heimkinder entledigte


Kultur

"Oranges and Sunshine": Wie Großbritannien sich seiner Heimkinder entledigte

Sie hätten ihm Orangen und Sonnenschein in Australien versprochen, berichtet ein Mann Mitte vierzig – doch am Ende gab es Kinderarbeit und Schläge. Er ist einer von tausenden britischen Heimkindern, die in Australien landeten – zwangsweise.

Der Film “Oranges and Sunshine” erzählt die wahre Geschichte der Sozialarbeiterin Margaret Humphreys, die in Großbritannien einen Skandal aufdeckte: Jahrhundertelang wurden Heimkinder, teils erst drei oder vier Jahre alt, als billige Arbeitskräfte und weißer Nachwuchs in die Überseekolonien verfrachtet, dort ausgebeutet und missbraucht. Eins der Hauptmotive der Behörden war die Kostenersparnis: Der Heimaufenthalt in Australien war deutlich billiger. Bis in die 70er Jahre hielt die Praxis an.

Inzwischen haben sich die Regierungen von Australien und Großbritannien entschuldigt.

Eigentlich wollte Jim Loach, der Sohn des angesehenen Regisseurs Ken Loach, einen Dokumentarfilm aus Humphreys’ Buch machen. Doch dann wurde sein Spielfilmdebüt daraus.

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